Thermostate

Leistungsstarkes Peltier-Thermostat für das Labor

Krüss bietet mit dem elektronischen Wasserbad-Thermostat PT31 ein flexibles, kompaktes und leistungsstarkes Gerät zur Temperierung von Refraktometern, Polarimetern und einigen anderen Laborgeräten an. Aufgrund seiner kleinen Größe (nur 140 x 80 x 210 mm) nimmt es im Labor kaum Platz ein.

Für detaillierte Informationen zu Preis und Verfügbarkeit des Peltier-Thermostates kontaktieren Sie bitte Ihren nächstgelegenen Krüss Händler, der Ihnen gerne hilft.
PDFTechnische Spezifikationen finden Sie im entsprechenden Datenblatt zum Herunterladen.

Wie funktioniert die Temperaturregulierung mittels Peltier-Thermostat?

Peltier-Geräte sind in vielen modernen Anwendungen gebräuchlich, aber obwohl der Peltier-Effekt seit mehr als 170 Jahren bekannt ist, blieb seine Funktionsweise weitgehend unbekannt. Üblicherweise nimmt man an, dass es zwar möglich ist, die Temperatur eines Objekts durch die unmittelbare Anwendung von Strom zu erhöhen, nicht aber sie zu senken.

Eine Zugabe an Energie erhöht stets die Temperatur, nicht wahr? In der Tat ist der Peltier-Effekt der thermoelektrische Effekt, der beim Kontakt zweier Konduktoren (in der Regel Metalle), auftritt.

Ein simples Thermoelement kann durch Verdrehen zweier verschiedener Drähte – beispielsweise Kupfer und Zink – in einer einfachen Schaltung hergestellt werden. Unter Zuführung von Wärme entsteht so elektrischer Strom. Das Verfahren funktioniert auch in entgegengesetzter Richtung, wo eine elektrische Spannung genutzt wird, um Wärme am Thermoelement zu erzeugen. Überraschenderweise ist die Polarität der Spannung dafür ausschlaggebend, ob die Temperatur ‘positiv’ oder ‘negativ’ ist – also ob das Thermoelement erwärmt oder gekühlt wird.

Die wissenschaftliche Erklärung ist, dass die angelegte Spannung die Elektronen und Elektronenlöcher (die Stellung, wo ein Elektron existieren könnte) zur Positionsverschiebung bringt, je nach Richtung des Stromes.

Bringt man Elektronen in Bereiche mit niedrigem Energieumlauf wird Wärme erzeugt. Bringt man sie in eine Position mit höherer Energie wird Energie aus der Umgebung absorbiert – das Thermoelement kühlt somit ab. In der Praxis laufen beide Vorgänge simultan, Hitze wird effektiv von einer Seite des Kreislaufs zur anderen gepumpt. Da der Peltier-Effekt von der Polarität des Antriebsstroms abhängt, kann das Gerät sowohl heizen als auch kühlen. Ein nützliches Verfahren in vielen Situationen innerhalb und ausserhalb des Labors. Zu vergegenwärtigen sei dabei, dass der Peltier-Effekt nicht gegen die Gesetze der Thermodynamik arbeitet, und unabhängig davon, ob nun lokale Erwärmung oder Abkühlung entsteht, liegt die Gesamtwirkung in der Wärmeerzeugung. Die lokal erzeugte Kühlung auf der einen Seite der Peltier-Vorrichtung ist stets geringer als die lokale Erwärmung auf der anderen.

 

Elektronischer Wasserbad-Thermostat PT31
Elektronischer Wasserbad-Thermostat PT31